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Fehlkauf - was tun?

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  • Fehlkauf - was tun?

    Hallo ihr Lieben,

    ich habe mir am 16.10.2018 mein erstes eigenes Auto gekauft, in diesem Fall einen 206cc Automatik, EZ in 08/2004 mit 98.000 km für 3.750 Euro. Wer meine bisherigen Fragen bzw Einträge verfolgt hat, weiß inzwischen so gut wie ich, dass dieser Wagen wohl ein absoluter Fehlkauf war. Leider hatte ich zu dem Zeitpunkt noch null Ahnung von Autos, sonst hätte ich ihn definitiv nicht gekauft.

    Für alle Anderen hier eine kurze Zusammenfassung:

    Kauf am 16.10.2018 (Verkäufer zwar angeblich Händler, aber Privatvertrag ausgestellt), Beseitigung von kleinen Mängeln. Auslieferung eine Woche später. Wagen ein paar Tage gefahren, Probleme mit dem Getriebe. Getriebeölwechsel, auf dem Rückweg aus der Werkstatt Getriebeschaden unter Führung des Autos durch den Werkstattmeister.
    Standzeit des Wagens nach Getriebeschaden ca 2 Monate. Getriebe sollte durch den Verkäufer ersetzt werden, der ist zwischenzeitlich pleite gegangen. Selbst Getriebe besorgt für 750 Euro, danach Einbau und erneute Auslieferung Anfang Januar 2019.

    Anschließend kleine Sachen: neue Reifen 350 Euro, neuer Auspuff 250 Euro (sollte Beides laut Vertrag eigentlich auch der Verkäufer noch machen), neues Thermostat 60 Euro. Nun vor dem Urlaub Auffüllung der Klimaanlagenflüssigkeit.

    Letzte Woche war ich im Urlaub im Harz. Bin dort durch mein Navi auf einen Feldweg geführt worden, auf dem ich mit dem Unterboden auf einem Felsen hängen geblieben bin, vorsichtshalber den ADAC gerufen. Soweit nichts passiert aber bei Peugeot stellte sich dann raus, dass beide Querlenker und die Stoßdämpfer vorne völlig hinüber waren. Laut der Werkstatt "Lebensgefahr, Fahrzeug nicht mehr verkehrssicher". Somit Reparaturdauer zwei Tage, Kosten 850 Euro. Der Schaden kann nicht plötzlich entstanden sein, war wahrscheinlich schon beim Kauf da und dem Verkäufer bekannt. Peugeot wunderte sich, dass der Wagen in 10/2018 überhaupt noch TÜV bekommen hat.

    Meine Frage nun: Würdet ihr dieses Fahrzeug weiterhin fahren oder lieber abstoßen und ein anderes Auto zulegen? An den Verkäufer komme ich wahrscheinlich nicht ran, auch wenn er mehrfach wegen Betruges beim Kfz-Verkauf vorbestraft ist (wie ich später herausgefunden habe). Ok, das nötige Kleingeld für ein anderes Auto würde mir auch fehlen.

    Danke und viele Grüße
    Zuletzt geändert von Nicimausi1984; 12.08.2019, 11:21.

  • #2
    hmh ... Pech oder wirklich "über den Tisch gezogen worden"?

    Im Zweifelsfalle vor einem Gebrauchtwagenkauf lieber die 100€ investieren und das Fahrzeug beim TÜA oder DEKRA checken lassen. Leider ist man im Nachhinein immer schlauer ...

    Mal deine "Leidensgeschichten" verlinkt zum Nachlesen:
    Automatikgetriebe ab Beitrag 59

    die Sache mit der Motortemperatur und dem Thermostat ab Beitrag 32

    die Sache mit dem Knacken in der Lenkung ab Beitrag 31
    (wahrscheinlich doch eher auf die Querlenker zurück zu führen?)

    Du hast mittlerweile so viel investiert in das Fahrzeug, fahrsicherheitsrelevante Querlenker (und ggfs. Stoßdämpfer) kann auch jede freie Werkstatt preisgünstig austauschen.
    Bist Du da immer noch bei der gleichen Peugeot-Werkstatt? Ich habe den Eindruck, die vermuten eine "goldene Gans" in Dir, die man ausnehmen kann, wenn man nur ordentlich Panik macht?
    Klar ist man bei einem fast 15 J. alten Auto nie gefeit, dass an anderer Stelle etwas defekt geht (von den Verschleißteilen mal abgesehen, wozu Querlenker hinzu gehören).
    Da Dir ja auch das nötige Geld für ein anderes Fahrzeug fehlt, würde ich dem CC durchaus eine weitere Chance geben und nochmals in die Instandsetzung investieren.
    Tja - und bei dem inzwischen Pleite gegangenen Händler ist sicherlich nichts mehr zu holen.
    Wo der206cc auch zu Hause ist ...

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    • #3
      Hallo liebe CCarin,

      ich hatte schon auf dich gehofft

      Nein, ich bin schon lange nicht mehr bei der Werkstatt in Mülheim, bei der ich ursprünglich war. Die wollten ja statt dem Thermostat direkt ein teures Teil tauschen und somit war ich da sofort verschwunden. Ich habe jetzt nur nochmal Kontakt zu dort aufgenommen, weil zwei Einträge im Checkheft fehlen, die ich gerne sofort ergänzt haben möchte.

      Die große Reparatur letzte Woche wurde beim Peugeot-Vertragspartner in Osterode (Harz) ausgeführt, weil ich dort in der Nähe im Urlaub war. Bei zukünftigen Reparaturen werde ich entweder zum Peugeot-Vertragspartner hier in Essen fahren (AutoPark France) oder in eine Feld/Wald/Wiesen-Werkstatt beim Büro um die Ecke (BoschService, die haben das Problem der Klimaanlage vor dem Urlaub sofort erkannt und am gleichen Tag noch die Flüssigkeit aufgefüllt, 80 Euro).

      Wenn ich ehrlich sein soll, hängt mein Herz definitiv an meinem Schätzchen Leider sind meine finanziellen Rücklagen durch die Reparaturen allerdings langsam erschöpft. Da kann ich nur hoffen, dass jetzt nichts Großes mehr kommt. Ich habe ja so ziemlich alles durch - bis auf den Motor

      Hatte mich eigentlich auf neue Scheinwerfer eingeschossen, diese mit dem LED-Tagfahrlicht. Sind nun erstmal gestrichen, müssen aber bis zum TÜV in 10.2020 sowieso gemacht werden.

      Liebe Grüße

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      • #4
        die Sache mit dem Knacken in der Lenkung ab Beitrag 31
        (wahrscheinlich doch eher auf die Querlenker zurück zu führen?)

        Es war übrigens wirklich das Servo-Öl, was damals aufgefüllt wurde. Übrigens viel zu viel - bei der Kontrolle letzte Woche kam das Öl raus getropft und der Herr bei Peugeot war zunächst verwirrt. Es wurde erstmal ordentlich Öl abgesaugt, dann war es wieder ok.

        Nach dem Tausch der Teile knarrt und quietscht nichts mehr - bis auf die Bremsen. Peugeot vermutete, dass die Werkstatt zu faul war, um sich die Querlenker näher anzusehen und daher einfach nur so viel Servo-Öl wie möglich rein gekloppt hat - um mich als unwissendes blondes Frauchen ruhigzustellen.

        Ich habe nur wieder gemerkt, dass ich mich auch in Bezug auf mein Schätzchen auf mein Bauchgefühl verlassen kann. Wenn ich sage, dass mit dem Wagen was nicht stimmt, dann stimmt auch wirklich was nicht!

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        • #5
          Hallo Nici,

          mir ist gerade langweilig und ich warte auf die Freischaltung meines ersten Beitrags. :P

          Das klingt fast wie meine Story, mit der Ausnahme dass ich kein Geld für Werkstätten habe und mir das bei einem 13 jahre alten Auto auch nicht so wirklich sinnvoll erscheint.
          Aber so lerne ich wenigstens was über Fahrwerke, Common-Rail Diesel, Anlasser und Elektronik


          Bei Deiner Beschreibung fallen mir aber direkt ein paar Gegenfragen ein:

          - Stimmt denn der km-Stand überhaupt? Ist ja recht wenig Laufleistung für so ein altes Auto?

          - Hast du ne Rechtsschutzversicherung und mal beim Anwalt gefragt? Wenn er da sowieso schon vorbestraft ist und sich als Händler ausgibt hast Du ja vielleicht doch eine Chance? Der Kaufpreis dürfte bei dem Alter ja nicht über 2500 € gewesen sein?

          - Wie steht es um die Hinterachse? Sollte das kommen ist es selbst bei Eigenleistung kein Schnäppchen und bei Peugeot und dem Baujahr wirtschaftlich nicht tragbar.

          - An wen würdest Du ein Auto in dem Zustand denn Verkaufen wollen? Das wäre entweder nur mit hohem Verlust möglich oder Du wärst auch nicht besser als der Verkäufer (was tatsächlich der einzige Grund ist warum ich meinen noch habe, kann dem Fahrgefühl auch nix abgewinnen - was vllt daran liegt dass ich beruflich fast nur Neuwagen kriege ). Selbst ein neuer Renault Trafic fährt sich um Welten besser als der kleine Peugeot.


          Meine Frage nun: Würdet ihr dieses Fahrzeug weiterhin fahren oder lieber abstoßen und ein anderes Auto zulegen? An den Verkäufer komme ich wahrscheinlich nicht ran, auch wenn er mehrfach wegen Betruges beim Kfz-Verkauf vorbestraft ist (wie ich später herausgefunden habe). Ok, das nötige Kleingeld für ein anderes Auto würde mir auch fehlen.

          Direkte Antwort: wenn Du auch nur irgend eine Chance siehst mit dem Erlös von dem Peugeot und einem vorhandenen Betrag x ein anderes, fahrbereites, Auto zu kaufen: ich würde Ihn loswerden.

          Alleine weil die Achse sollte sie kaputt gehen Dich in der Peugeot-Werkstatt mal eben 1500+ kosten wird und da geht auch nichts dran vorbei.

          Alternativ weiterfahren bis irgendwas richtig teueres kaputt geht und eine Weile ohne Auto leben.

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          • #6
            Anwalt für ein 15 Jahre altes Auto, das maximal 2.000 € wert ist, gebraucht gekauft, und das Ganze nach neun Monaten?

            Ist das Dein Ernst?

            Nix für ungut,
            Thomas

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            • #7
              Mit Zusage von ner Rechtsschutzversicherung: definitiv ja. Ohne: no way, da kostet der Anwalt ja mehr als das Auto. ;-)

              Ist erfahrungsgemäß eben eine saublöde Situation so ohne Geld. Ist aber auch nicht gesagt dass das Auto nur 2k gekostet hat (oder hab ichs überlesen?), einem "blond hen" kann sogar ich das für 4 verkaufen, wenns aussen gut aussieht - würde ich aber nicht.
              Zuletzt geändert von Stoppi; 09.09.2019, 05:41.

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