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Alt 13.06.2018, 11:36
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Der PSA-Peugeot Konzern - 130 Jahre deutsch-französische Kooperation

Seit rund 130 Jahren gibt es Kooperationen zwischen französischen und deutschen Fahrzeugherstellern, eine Freundschaft, die also fast so alt ist wie die Erfindung des Automobils.

Alles begann mit den Patent-Motorwagen von Benz und Daimler, die auf der Pariser Weltausstellung von 1889 französische Käufer finden sollten. Tatsächlich begeisterte sich besonders der Autohersteller Panhard-Levassor (heute eine Marke von PSA) für den Verbrennungsmotor von Daimler. Levassor erwarb eine Lizenz für die Daimler-Motorenproduktion, die zugleich auch Peugeot zugutekam. So musste Peugeot erst 1896 eigene Motoren entwickeln, mit denen dann auch der Export in das damals deutsche Elsass erlaubt war.

Einen anderen Weg wählte der französische Automobilpionier Darracq, ließ er doch seine für Allemagne bestimmten Motorwagen ab 1902 in Rüsselsheim überaus erfolgreich als Opel Darracq bauen. Später firmierte Daracq übrigens unter Talbot, jener Marke, die seit 1978 ebenfalls zum PSA-Imperium gehört. Citroen wiederum wurde als Fließbandvorreiter 1925 Europas zweitgrößter Autohersteller, rivalisierte dabei mit Opel und eröffnete dann 1927 in Köln ein Werk für ,,Deutsche Citroen".
Den endgültigen Durchbruch in Deutschland sicherten Citroen und Peugeot aber erst Nachkriegsmodelle wie die futuristische DS oder der elegante 403.

Daran änderten auch frühere automobile Herzensstürmer wie der stets zitronengelb lackierte Citroen Typ C aus den 1920er Jahren nichts, der zu den ersten bezahlbaren europäischen Automobilen überhaupt zählte und Opel als Vorbild für den Typ 4 PS ,,Laubfrosch" diente. Die froschgrüne Lackierung und ein eigenständiger Kühler genügten, um Opel im von Citroen angestrengten Plagiatsstreit, Schutz zu gewähren.
Dagegen litt der ab 1934 im Kölner Citroen-Werk gebaute avantgardistische Typ 7 Front (Traction Avant) bereits so sehr unter den sich politisch erschwerenden Produktionsbedingungen für ausländische Unternehmen in Deutschland, dass Citroen sein deutsches Werk ein Jahr später schloss.

Peugeot dagegen ernannte die ,,Kraftwagen Handelsgesellschaft Kochte & Rech" in Saarbrücken noch 1936 zum offiziellen deutschen Importeur. Allerdings blieben selbst die Stückzahlen der gefeierten Stromlinienmodelle 302 und 402 dreistellig.

Mit dem vom Stardesigner Pininfarina perfekt proportionierten Pontonmodell 403 hatte Peugeot ab 1955 im Nachkriegs-Deutschland einen Erfolgstyp im Programm.
Sogar die deutsche Polizei setzte nun auf die Fahrzeuge mit dem Löwen auf dem Kühlergrill und für Taxi- und Vielfahrer wurde der 403 Diesel wichtigste Alternative zum Mercedes 190 D. Als dann noch auch der Peugeot 404 im ultraschicken Trapezliniendesign startete und die futuristische DS von Citroen zum angesagtesten Auto deutscher Intellektueller wie Heinrich Böll avancierte, erreichten Peugeot und Citroen in der oberen Mittelklasse gemeinsam erstmals ebenso so viele Zulassungen wie Mercedes mit dem Typ 190.

Ab 1960 waren die Franzosen in der Bundesrepublik endgültig en vogue bei Freiberuflern und politischen Entscheidungsträgern - und machten sogar Lust auf kühne deutsche Entwürfe wie den NSU Ro 80. Nicht wenige Käufer dieser avantgardistischen Wankel-Limousine fuhren zuvor Citroen, oft sogar ohne von der Kooperation ,,Comotor" zwischen NSU und Citroen zu wissen. Dabei sollte die Firma Comotor für NSU und Citroen gemeinsam Kreiskolbenmotoren produzieren. Ein Projekt, das zwar nach der Fusion von NSU mit Audi scheiterte, aber Citroen zeigte sein erstes Wankelauto, den Typ GS Birotor 1974 dennoch zuerst dem deutschen Publikum bei einer Tournee durchs ganze Land. Das Jahr 1974 war aber ein Wendepunkt.
Während die erste Ölkrise Citroen in Deutschland zu Rekordzulassungen verhalf - nicht zuletzt dank des 2 CV (der ,,Ente") als Kultmodell der Jugend- und Studentenbewegung - lag die Marke mit dem Doppelwinkel in Frankreich finanziell am Boden. Dies führte im Sommer 1974 zur Übernahme durch Peugeot, aus der zwei Jahre später der PSA-Konzern hervorging.

1978 war Peugeot erneut auf Einkaufstour und übernahm die europäischen Töchter des amerikanischen Chrysler-Konzerns (Simca mit Matra und die englischen Rootes-Marken). So wurde Peugeot der größte Autobauer Europas, schließlich war Simca eine Macht am Markt - auch in Deutschland.
Das 1934 in Nanterre bei Paris gegründete Fabrikat verfügte ab Ende der 1950er Jahre über das modernste europäische Automobilwerk und etablierte sich als zweitgrößter französischer Hersteller (hinter Renault, gleichauf mit Citroen) und drittgrößter Importeur in Deutschland. Dazu trugen auch Meilensteine bei wie der 1967 vorgestellte Simca 1100, der sieben Jahre vor dem VW Golf das Kompaktklasse-Konzept mit Vorderradantrieb und Heckklappe zum Erfolg führte.

1978 verfügte Simca mit den Mittelklassemodellen 1307/1308 und dem brandneuen kompakten Horizon über zwei echte Bestseller - aber auch über problematische Kostenstrukturen. Die Folge war, dass sich die Löwenmarke an diesem Brocken verschluckte und beinahe erstickt wäre.
Der Überlebenskampf von PSA war Anfang der 1980er jedenfalls dramatisch. Zunächst nützte weder das Aufblühen von Citroen durch neue Modelle mit PSA-Konzerntechnik, noch die Position als weltgrößter Dieselmotorenhersteller (auch Ford Köln bezog seine ersten Diesel von Peugeot), noch die Umbenennung von Simca in Talbot.
Am Ende war der geniale Peugeot 205 der Retter. Popularisierte dieser doch den Diesel im Kleinwagen und war er sogar in Deutschland über Jahre meistverkauftes Auto im Importsegment.

Noch Anfang des neuen Jahrtausends zählte PSA Peugeot Citroen hierzulande zu den stärksten Importeuren. In den letzten Jahren jedoch und im härteren Konkurrenzumfeld, etwa durch die Koreaner, verpasste man den Anschluss. Zudem fehlte es PSA lange an den angesagten SUV.

Führend sind die PSA-Marken dagegen bei Downsizing-Benzinern und Dieseln, die mit besten Verbrauchswerten beeindrucken. Und die zeigen, wie die ab 2020 in der EU geltenden CO2-Grenzwerte erfüllt werden können.

Chronik PSA-Konzern:

1889: Auf der Weltausstellung in Paris stellen u.a. Benz, Daimler, Panhard&Levassor und Peugeot aus. Levassor erhält eine Lizenz zum Bau von Daimler-Motoren, die auch Peugeot zugute kommen

1890: Peugeot Typ 2 wird mit einem Verbrennungsmotor, Lizenz Daimler, ausgestattet

1896: Peugeot entwickelt einen eigenen Motor für seine Modelle. Automobiles Darracq wird in Suresnes bei Paris von dem Unternehmer Alexandre Darracq gegründet und erringt in Frankreich rasch zehn Prozent Marktanteil. Im Jahre

1902 unterzeichnet Alexandre Darracq einen Kooperationsvertrag mit der Adam Opel AG, um in Deutschland diverse Fahrzeugtypen unter dem Markennamen Opel Darracq zu fertigen. Eine erfolgreich deutsch-französische Kooperation, die bis 1908 andauert. Ab 1919 werden Darracq-Automobile unter der Marke Talbot vertrieben, die 1978 Bestandteil des PSA-Konzerns wird.

1907: Der Händler G. Chatel im elsässischen Mulhouse übernimmt den Vertrieb von Peugeot-Fahrzeugen in Deutschland

1919: Die Produktion des ersten Citroen Pkws vom Typ A 10hp läuft in Frankreich an
1923: Erster deutscher Citroen-Händler in Köln am Hohenzollernring

1925: In Berlin eröffnet Henri Jeannin eine Peugeot Generalvertretung für Deutschland, die ab 1929 vor allem den Peugeot 201 verkauft. Dieser wird mit Karosserieaufbauten aus einem Berliner Presswerk ausgeliefert

1927: Am 15.02. wird die Citroen-Automobil Aktiengesellschaft ins Kölner Handelsregister eingetragen. Im Werk Köln-Poll läuft die Produktion des Citroen B14 mit Ganzstahlkarosserie an

1928: Nach dem Vorbild von Citroen können Peugeot Neuwagen in Deutschland über zwölf Monate finanziert werden. Diese Idee der Finanzierung wird später von deutschen Herstellern aufgegriffen

1933: Da die in Köln-Poll produzierten Autos vollständig aus in Deutschland hergestellten Teilen bestehen - Zulieferer sind u.a. Krupp, Bosch und Continental, wirbt Citroen mit dem Slogan ,,alle Teile deutsch, deutsche Lieferanten"

1934: Das Deutsch-Französische Handelsabkommen wird von Deutschland gekündigt. André Citroen persönlich besucht noch einmal seinen deutschen Produktionsstandort anlässlich des Fertigungsanlaufs des avantgardistischen Typs 7 Front mit 1,5 Liter-Vierzylinder

1935: Henri Jeannin schließt seine Peugeot Generalvertretung in Berlin. Das Citroen-Werk in Köln-Poll wird am 4. Dezember geschlossen nach der Produktion von insgesamt über 20.000 Fahrzeugen. Der im Vorjahr gegründete französische Hersteller Simca produziert in Nanterre bei Paris

1936: Am 5. November wird die ,,Kraftwagen Handelsgesellschaft Kochte & Rech" in Saarbrücken offizieller deutscher Importeur für Peugeot. Die Poller Citroen Dienst AG führt in Köln bis 1940 einen Reparatur- und Teilebetrieb aus

1939: Der Import von Peugeot nach Deutschland wird erschwert, in diesem Jahr nur noch 50 Neuzulassungen

1948: Mit dem neuen Erfolgstyp 203 beginnt bei Peugeot eine Ära als Hersteller eines Einheitsmodells. Citroen 2 CV (die ,,Ente") wird eingeführt und entwickelt sich ab Ende der 1950er Jahre auch in Deutschland zu einem Kultmodell. Am Ende seiner bis 1990 währenden Bauzeit ist der 2 CV in Deutschland begehrter als auf dem Heimatmarkt

1950: Die Citroen Dienst AG mit Sitz in Köln-Sülz wird am 7. Juni 1950 ins Handelsregister eingetragen und firmiert als Verkaufsgesellschaft für Deutschland. Simca startet Importaktivitäten in Deutschland

1951: Auf der Frankfurter IAA präsentieren Peugeot und Citroen ihr Modellprogramm für die frühen Jahre des bundesdeutschen Wirtschaftswunders. Im Mittelpunkt steht bei Citroen der aerodynamische Traction Avant. Für Peugeot ist der 203 wichtigstes Modell. Außerhalb des Saarlandes werden im zweiten Halbjahr 1951 in Deutschland 57 Peugeot abgesetzt, 108 Citroen und 277 Simca und 389 Renault

1954: Simca übernimmt von Ford Frankreich das Automobilwerk Poissy bei Paris und transformiert dieses zur modernsten Automobilfabrik Europas. Dadurch platziert sich Simca in Frankreich in den Zulassungszahlen vor Peugeot, in etwa gleichauf mit Citroen. Nur Renault ist noch erfolgreicher

1955: Peugeot 403 Limousine im Pontondesign mit Pininfarina-Linien wird vorgestellt und wenig später erster echter Peugeot-Bestseller in Deutschland. Im Jahr 1955 werden erstmals über 1.000 Peugeot in Deutschland abgesetzt. Debüt des revolutionären Citroen DS 19 im Oktober

1958: Mit 3.368 Zulassungen ist Simca in Deutschland der dritterfolgreichste Importeur, noch vor Peugeot (2.733 Einheiten) und Citroen (1.992 Einheiten), aber hinter Renault (12.015) und Fiat

1959: Umzug der Citroen Automobil AG nach Köln-Porz auf ein Areal mit 18.000 m² Hallenfläche und eigenem Gleisanschluss. Der Peugeot 403 Diesel geht als erster französischer Diesel-Pkw in Großserie. Weltweit erster Serienkombi mit Dieselmotor ist der Peugeot 403 Break/Familiale. Simca übernimmt die Markenrechte am französischen Autoproduzenten Talbot

1960: Neuvorstellung des Peugeot 404 im von Pininfarina kreierten Trapez-Design

1961: Peugeot 404 Coupé und Cabriolet werden bei Pininfarina in Italien gefertigt. Neu ist bei Citroen der originell designte Ami 6, der technisch vom 2 CV abgeleitet wurde

1962: Erstmals verkauft Citroen in Deutschland mehr als 10.000 Fahrzeuge. Peugeot setzt 12.272 Einheiten ab, Simca 9.046. Der Peugeot 404 Injection geht als erstes französisches Fahrzeug mit Benzineinspritzung in Großserie. Citroen (DS/ID) und Peugeot (403/404) erzielen in Deutschland zusammen so viele Zulassungen wie Mercedes vom Typ 190. Simca führt den viertürigen Kleinwagen ,,1000" ein

1963: Neue Mittelklassereihe Simca 1300/1500
1965: Peugeot 204 als erster Peugeot mit Vorderradantrieb

1966: Citroen gründet mit dem deutschen Automobilhersteller NSU die Firma Comotor zur Produktion von Kreiskolbenmotoren. Acht Jahre später wird der Citroen GS Birotor mit Zweischeiben-Kreiskolbenmotor anlässlich des Serienstarts auf einer Deutschlandtournee der Öffentlichkeit gezeigt. Mit 28.380 Zulassungen ist Simca in Deutschland der dritterfolgreichste Importeur, deutlich vor Citroen (16.422 Einheiten) und Peugeot (14.057 Einheiten), aber hinter Renault (55.016) und Fiat

1967: Als konzerneigene Importgesellschaft wird in Saarbrücken die Peugeot Automobile Deutschland GmbH gegründet. Kleinster Dieselmotor der Welt im Peugeot 204 Break. Citroen setzt in diesem Jahr 13.500 Fahrzeug ab der Typen 2 CV, Dyane, Ami und DS ab. Der Simca 1100 mit Frontantrieb, Quermotor und Heckklappe nimmt das Konzept des VW Golf vorweg.

1968: Einführung des Peugeot 504

1969: Mit 21.676 Zulassungen erzielt Citroen in Deutschland einen neuen Bestwert

1970: Von Mut in der Oberklasse kündet der avantgardistische Citroen SM mit Maserati-Motor, in dem sich der französische Botschafter in Bonn chauffieren lässt. Der Citroen GS bringt die Hydropneumatik in die kompakte Mittelklasse und wird 1973 auch mit Wankelmotor (Birotor) vorgestellt. Simca lanciert die Spitzenmodelle Chrysler 160/Chrysler 180 und übernimmt von Matra die Automobilbausparte

1972: Debüt des Peugeot 104 als kleinster Viertürer Europas. Simca ist mit 86.619 Einheiten (4,0 Prozent Marktanteil) in den Importverkaufscharts wieder auf Platz 3 hinter Fiat (7,0 Prozent Marktanteil) und Renault (147.365 Einheiten, 6,9 Prozent Marktanteil), aber vor Peugeot (59.235 Einheiten, 2,8 Prozent Marktanteil) und Citroen (46.139 Einheiten, 2,2 Prozent Marktanteil)

1973: In Saarbrücken-Güdingen an der deutsch-französischen Grenze errichtet Peugeot ein neues Importzentrum. Der Peugeot Marktanteil in Deutschland ist leicht rückläufig. Auf der Frankfurter IAA debütiert der dreisitzige Sportwagen Matra-Simca Bagheera

1974-1976: Übernahme und Rettung der insolventen Marke Citroen durch Peugeot und Gründung des PSA-Konzerns

1974: Trotz der Auswirkungen der Ölkrise erzielt Citroen in Deutschland 2,51 Prozent Marktanteil und damit eine neue Rekordmarke. Dafür genügen 42.451 Einheiten. Simca ist mit 56.807 Einheiten absolut gesehen erfolgreicher, hat aber gegenüber dem Vorjahr 15.000 Verkäufe verloren. Auch die Peugeot-Zulassungen fielen von 55.800 auf 41.724 Autos. Der Citroen CX debütiert im August als Nachfolger der Modellreihe DS, die 1975 ausläuft. Peugeot 504 Coupé mit dem ersten französischen V6-Motor der Nachkriegsära

1975: Erstmals erzielt Citroen über 50.000 Neuzulassungen. Neues Peugeot-Flaggschiff wird der repräsentative 604. Peugeot hält nur noch 2,3 Prozent Marktanteil in Deutschland und ist damit kleinster französischer Importeur hinter Citroen, Simca und Renault. Simca präsentiert die fünftürigen Modelle 1307/1308, die den Medienpreis ,,Auto des Jahres" gewinnen und zu den meistverkauften europäischen Mittelklassemodellen zählen

1976: Der Citroen LN - eng verwandt mit dem Peugeot 104 - ist erstes Ergebnis der Übernahme durch Peugeot und wird in Deutschland als ,,Spatz von Paris" beworben und vermarktet

1977: Einführung des Peugeot 305 und des Matra-Simca Rancho als Vorreiter moderner Crossover-Freizeitfahrzeuge

1978: Peugeot übernimmt die europäischen Marken des amerikanischen Chrysler-Konzerns (Simca, Hillman, Humber, Sunbeam etc.) und wird größter Autobauer Europas. Citroen präsentiert den Kleinwagen Visa und Simca führt den Horizon ein

1979: Der Ford Granada wird mit 2,1-Liter-Peugeot-Dieselmotoren lieferbar und ist erstes Ford-Modell mit Selbstzünder. Peugeot 604 als erste in Europa verkaufte Limousine mit Turbodieselmotor. Neue Modellreihe Peugeot 505. In Zwickau-Mosel (DDR) wird ein Citroen-Werk zur Gelenkwellenproduktion gebaut. PSA vermarktet die Simca- und Matra-Modelle künftig unter der Marke Talbot, ebenso die von Chrysler übernommenen britischen Marken

1980: Finanzielle Verluste bei PSA und Neustrukturierung bis 1984. Im Oktober 1980 wird der Tagora auf dem Pariser Autosalon als Spitzenmodell der Marke Talbot vorgestellt

1982: Citroen BX debütiert als neuer Mittelklasse-Bestseller. Ab Februar steht der Kleinwagen Talbot Samba bei den Händlern. Ab September ist der Samba auch als kleinstes Cabrio der Welt im Angebot

1983: 2,3-Liter-Peugeot-Dieselmotoren für den Ford Granada. Einführung des Kleinwagens Peugeot 205 als bis dahin erfolgreichstes Peugeot-Modell aller Zeiten

1985: Der Peugeot 309 läuft an, ursprünglich sollte er als Talbot Arizona den Horizon beerben. Der Peugeot 205 ist erfolgreichster Importwagen überhaupt in Deutschland, ebenso im Folgejahr

1986: Einstellung der Marke Talbot

1987: Der 205 geht mit Elektroantrieb in kleine Serie. Debüt für den Peugeot 405

1989: Neues Flaggschiff wird bei Peugeot der 605 und bei Citroen der XM (ersetzt den CX)

1990: Sofort nach der deutschen Wiedervereinigung gehen Citroen- und Peugeot-Handelspartner in den neuen Bundesländern an den Start. In der DDR waren bereits Kontingente verschiedener Peugeot- und Citroen-Modelle verkauft worden

1991: Neue Kleinwagenreihe Peugeot 106 und neue Kompaktklasse Citroen ZX

1992: Der elektrische Peugeot 106 geht in Serie und wird weltweit erfolgreichstes Fahrzeug mit Elektroantrieb. Der Citroen Xantia ersetzt den BX

1993: Citroen AX Electrique

1994: Erste Großraumlimousine der Löwenmarke ist der Peugeot 806, bei Citroen startet das Parallelmodell Evasion

1996: Citroen Berlingo und Peugeot Partner führen ein neues Fahrzeugsegment der nüchternen Hochdachkombis ein, das durch den Renault Kangoo Zuwachs erfährt. Abgeleitet vom Peugeot 106 debütiert der Kleinwagen Citroen Saxo

1997: Die neue Citroen-Kompaktklasse Xsara ersetzt den ZX

1998: Peugeot 206 wird eingeführt und übertrifft die Erfolgsbilanz des 205

1999: Neues Spitzenmodell Peugeot 607 und Einführung des wartungsfreien Diesel-Partikelfilters. Präsentation des Peugeot 206 CC und damit Wiederbelebung des Segments der bezahlbaren Coupé-Cabriolets

2000: Einführung Citroen Xsara Picasso als Begründer einer Kompaktvanlinie, die in Europa Marktführer im Vansegment wird

2001: Peugeot 307 und 307 SW als Hochdach-Lifestylekombi, der Citroen C5 debütiert in der Mittelklasse. Von 2001 bis 2004 ist der Peugeot 206 das meistverkaufte Importauto in Deutschland

2003: Mit dem Erfolgsmodell 206 gelingt es Peugeot in Deutschland 3,8 Prozent Marktanteil zu erreichen. Citroen punktet mit dem kleinen C3

2004: Marktstart für den Peugeot 407 und den kompakten Citroen C4

2005: Erste Kooperationsmodelle mit Toyota sind die Kleinwagen Peugeot 107 und Citroen C1

2006: Citroen wächst auf rund 83.500 Zulassungen. Neuer Kleinwagen Peugeot 207

2007: Debüt für Peugeot 308

2009: Mit 101.370 Zulassungen erzielt Citroen einen neuen Bestwert in Deutschland. Als Parallelmodell zum elektrischen Mitsubishi i-MiEV werden Citroen C-Zero und Peugeot iOn vorgestellt. Serienstart im Jahr 2010. Neu sind die Baureihen 3008 (schon seit dem Vorjahr) und 5008

2012: Einführung Peugeot 208. Erster Diesel-Hybrid-Pkw in Serie ist der Peugeot 3008 HYbrid4.

2013: Ein Jahr nach dem ersten Spatenstich beziehen die beiden Automobilunternehmen Peugeot Deutschland GmbH und Citroen Deutschland GmbH eine neue, gemeinsame Deutschlandzentrale in Köln-Gremberghoven

2014: DS wird eine eigenständige Premiummarke innerhalb von PSA, zunächst mit früheren Citroen-Modellen (DS 3, DS 4 und DS 5). Vorstellung des Citroen C4 Cactus als originelles Crossover-Konzept in der Kompaktklasse

2016: Insgesamt wurden bereits mehr als 2,8 Millionen Citroen Fahrzeuge in Deutschland verkauft. Einführung des elektrischen Strandautos Citroen e-Méhari und eines neuen Citroen C3. Im Jahr des 80. Gründungstags von Peugeot Deutschland erreicht die Löwenmarke nur noch 1,7 Prozent Marktanteil in Deutschland, lanciert aber eine SUV-Offensive mit den Typen 3008 und 5008

2017: Citroen feiert den 90. Jahrestag seines Deutschlandstarts. PSA übernimmt OPEL und deren britische Schwesternmarke VAUXHALL. Erstes Auto auf gemeinsamer Plattform wird der Opel Crossland und der Peugeot 2008



(Quelle: motorzeitung.de)
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